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Jugendliche Münsteraner erfahren Rassismus an den Pforten der
Großraumdiskothek Go Parc in Münster
In der Münsteraner Diskothek "Go Parc" hat sich trotz Protesten aus der
Bevölkerung und Beschwichtungsversuchen seitens der Betreiber an der
diskriminierenden Einlasspraxis offensichtlich nichts geändert. In den
letzten Wochen tauchen erneute Berichte über eine rassistische
Einlasspraxis des "Go Parc`s" auf.
"Während 'deutsch-aussehende' Gäste ohne Probleme die Disco besuchen
dürfen, mussten meine (männlichen) Freunde ohne nachvollziehbare
Begründung draussen bleiben. Sie waren weder betrunken, unpassend
gekleidet noch anders auffällig." so eine 18 jährige Schülerin, die im
Go Park ihren Geburtstag feiern wollte.
Ein 21 jähriger berichtet
"Eigentlich wollte ich gar nicht in den Go Parc. Meine Freunde haben
mich überredet. Ich habe oft probiert hier rein zukommen, werde aber nie
reingelassen. Bis jetzt nur einmal, weil ein Freund von mir einen der
Türsteher kannte. Was macht das für einen Unterschied wie man aussieht?
Die meisten meiner Freunde sind hier geboren oder hier aufgewachsen. Wir
wollen doch genauso feiern, wie viele andere auch."
Es handelt sich nicht um Einzelfälle, denn am selben Abend wurden
weiteren 'ausländisch ausehenden' Jugendlichen der Eintritt verweigert.
Auf die Frage "Warum?" antwortet einer der Türsteher, dieses
Selektionsschema sei vom Chef angeordnet und verweist auf eine Kamera
direkt über dem Eingang.
Aus Sicht der Linksjugend [solid`] Münster ist dies Rassismus in klarer
Form, da aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes der Eintritt verweigert
wird bzw. die Einlasskriterien nicht an veränderbaren körperlichen
Merkmalen gebunden ist. Viel mehr gilt: männlich, Schwarze Haare,
dunklere Haut gleich unerwünscht.
Auf Grund dieser in Deutschland oftmals auftretenden Vorfällen fordern
Münsteraner Jugendliche mehr Gleichberechtigung und Wahrnehmung der
Problematik von der Stadt Münster und fordern die Stadt Münster zum
Handeln auf.
Die Linksjugend Münster möchte die Opfer dieser diskriminierenden
Einlasspraxis ermutigen, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen. Die Opfer
können sich auf der Homepage der Linksjugend Münster melden.
Kontaktformular
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